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Interview

Herr Elnimr, Sie sind Eigentümer der Mauerwerk-Gruppe. Seit wann sind Sie am Wiener Immobilienmarkt aktiv und wie kam es dazu?
„Ich weiß es noch genau – es war Oktober 1993. Damals kaufte ich im 20. Bezirk mein erstes Objekt, und zwar in der Kluckygasse. Dieses Haus befindet sich noch immer in meinem Besitz. Es fällt mir schwer, mich davon zu trennen ...! Ich wollte diese Immobilie rein als Vorsorgeobjekt für meine Familie, weil ich schon damals die Immobilien als sicheren Hafen sah. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass sich später alles bei mir um das Thema Immobilien drehen und dies zu meiner absoluten Leidenschaft entwickeln würde. So kam es, dass ich mich sehr intensiv näher mit der Branche auseinandergesetzt und begonnen habe, mit Immobilien zu handeln. Und irgendwann hat sich dann die berühmte Eigendynamik entwickelt!“

Was zeichnet ein gutes Zinshaus aus?
„Sehr nüchtern betrachtet denkt man dabei natürlich als Entwickler an das darin innewohnende Potential, als Endinvestor an die Rendite! Dabei kommt der Mieterstruktur und den Erweiterungsmöglichkeiten wie zum Beispiel dem Dachgeschoß hohe Bedeutung zu. Aber ein Wiener Zinshaus ist weit mehr. Es lebt von der Emotion, die damit verbunden ist. Jedes Mauerwerk hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Stil. Wir kaufen nicht bloß eine Hausnummer und verkaufen diese dann wieder. Es steckt viel mehr dahinter. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter, mit dem man sich auseinandersetzen und beschäftigen muss. Ich sehe jedes Mauerwerk als eigene und besondere Herausforderung.“

Gibt es Bezirke, die von Ihnen bevorzugt werden und warum?
„Grundsätzlich schließe ich keine Bezirke aus. Schließlich gibt es überall in Wien spannende Mauerwerke, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Während sich viele Wettbewerber ausschließlich innerhalb des Gürtels bewegen, finde ich die wahren Rosinen immer außerhalb. Der Markt gibt hier noch tolle Liegenschaften mit schönen Entwicklungspotentialen her.“

Wie fällt Ihre Prognose für den Wiener Zinshausmarkt aus?
„Wien ist in! Der Zuzug ist ungebrochen. Sehen wir mal vom ersten Bezirk und rund um diesen herum ab, dann ist Wohnen in Wien immer noch billig. Von einer Überhitzung sind wir weit entfernt. Mauerwerk ist auch keine reine Fluchtwährung. Es sind noch ordentliche Renditen im Zinshausbereich möglich. Wir haben derzeit einen Verkäufermarkt, sprich es kommen weniger Immobilien auf den Markt als tatsächlich nachgefragt werden. Das spricht für eine weitere Steigerung der Preise, wenngleich diese aus meiner Sicht moderat ausfallen wird. Sorgen bereitet mir eher die Tatsache, dass die Finanzierung von Liegenschaftstransaktionen noch schwieriger werden wird. Das ist auch der Grund, warum wir den Käufern unserer Liegenschaften hier bei Bedarf professionelle Unterstützung anbieten. Wer günstig an entwicklungsfähige Liegenschaften kommt, wird aber auch in den nächsten Jahren gutes Geld am Wiener Zinshausmarkt verdienen“

Und abschließend: warum werden Sie Ihren Kunden auch in Zukunft viele interessante Objekte anbieten können?
„Weil wir den Zugang zu interessanten, entwicklungsfähigen Liegenschaften haben und über die notwendige Finanzkraft verfügen – daher ist unser Lager immer gut gefüllt ist. Aufgrund unserer Flexibilität ist es uns möglich, unsere Kunden schon sehr früh in die Liegenschaftsentwicklung einzubeziehen und deren Wünsche zu berücksichtigen. Das macht die Liegenschaften noch interessanter. Unsere Kunden schätzen das enorm!“